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Dudu Tucci

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Dudu Tucci

Dudu Tucci stammt aus einer Musikerfamilie aus São Paulo und trommelte bereits als Jugendlicher in Umbanda-Zeremonien. Er studierte an der Universität São Paulo klassische Perkussion, Querflöte und Musikwissenschaften. In seiner Heimatstadt arbeitete er u.a. mit Ismael Ivo, Arrigo Barnabé sowie dem Symphonieorchester São Paulo zusammen.

Als Lehrer wirkte Dudu Tucci seit den frühen 1980er Jahren als Pionier in Europa, der maßgeblich für den Boom der brasilianischen Musik mitverantwortlich war. 1982 wurde er zum Jazzfest Berlin eingeladen und startete damit seine Karriere in Europa. Bereits 1983, als es noch kaum Samba-Gruppen außerhalb Brasiliens gab, begann Dudu Tucci als Percussionlehrer im deutschsprachigen Raum. Seine erste Station war Wien, 1989 zog er nach Berlin, wo er das PercussionArtCenter (PAC) gründete, das fortan zu einem weit über Berlin hinausstrahlenden Zentrum der brasilianischen Musik wurde. Mit Tiago de Oliveira Pinto veröffentlichte Dudu Tucci 1992 das Lehrbuch Samba und Sambistas in Brasilien.

Besonders über das Fortbildungsprojekt Raízes do Brasil wurde Dudu Tucci stilbildend für Perkussionisten, die sich mit brasilianischer Musik beschäftigen. Seit 1989 haben die meisten Leiter von Sambaschulen in Deutschland sowie viele ambitionierte Musiker diese zweijährige Fortbildungsreihe mit jeweils acht intensiven Workshopwochen auf hohem Niveau besucht. Von 1996 bis 2015 fanden entsprechende Fortbildungen in England und 1998 bis 2003 in Italien statt. Bis heute gibt es keine vergleichbare Ausbildung in Europa.

Aufgrund seines Rufes als Lehrer ist Dudu Tucci häufig Gast an internationalen Instituten wie dem Mozarteum in Salzburg, dem Orff-Institut in Taiwan, der University of Memphis (USA). Regelmäßig unterrichtet er in Brasilien. Seit einigen Jahren ist er zudem Lehrer am Drumtrainer Berlin, an dem eine Ausbildung zum Profi-Schlagzeuger angeboten wird.

1990 nahm Dudu Tucci seine erste CD auf (Oduduá). Es folgten zehn weitere: Obatimalê (1992), Orishás (1994), Native Dreamer (1995), Tribal World (1997), Afoxé Loni (2002), Inaê (2004), Amacy (2005), Nadador (2006), Tambores (2011) und Morena do Sol (2013). Für alle CDs spielte Dudu Tucci sämtliche Perkussionsinstrumente selbst ein. Die wenigsten seiner Kompositionen sind jedoch rein perkussiv. Dabei tritt Dudu Tucci auch als Texter, Sänger, Flötist und Keyboarder hervor. Die musikalische Bandbreite reicht von sehr modernen brasilianischen und lateinamerikanischen Musikstilen über Bossa Nova, klassische Rhythmen wie Samba oder Maracatu bis hin zu ritueller afrobrasilianischer Musik wie Candomblé oder Umbanda. Für andere Musiker fungierte Dudu Tucci als Produzent und als Gastmusiker.

1989 gründete Dudu Tucci die Band Terra Brasilis, spätere Gruppen unter seiner Leitung waren bzw. sind Afoxé Loni und Brasil Power Drums. Mit seinen Bands oder als Solist wurde er zu zahlreichen internationalen Veranstaltungen eingeladen, u.a. nach Mexiko, Brasilien, USA, Korea, Marokko sowie ins europäische Ausland.

Weitere Informationen siehe auch
www.dudu-tucci.com - facebook - Instagram

..wenn trommeln in Berlin - dann im Percussion Art Center

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